Andenken bewahren, Verantwortung übernehmen

03.09.2018

Heimische Landtagsabgeordnete besuchen Kriegsgräberstätten in den Niederlanden und Belgien

Foto: Landtagspräsident André Kuper (Bildmitte) mit den beiden heimischen CDU-Landtagsabgeordneten des Kreises Soest, Heinrich Frieling aus Ense (links) und Jörg Blöming aus Erwitte (rechts) an der Deutschen Kriegsgräberstätte in Ysselsteyn in den Niederlanden.

Zusammen mit dem Landtagspräsidenten André Kuper (CDU) nahmen die beiden heimischen CDU-Landtagsabgeordneten des Kreises Soest, Heinrich Frieling (Ense) und Jörg Blöming (Erwitte), nun an einer Informationsfahrt des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. und der Bundesanstalt THW Nordrhein-Westfalen teil.

Zusammen mit anderen politischen Verantwortungsträgern des Landes, führte die zweitägige Fahrt die Teilnehmer über die Schlachtfelder und Ruhestätten des ersten, aber auch zweiten Weltkrieges in Belgien und den Niederlanden.

„Kriegsgräberfürsorge ist eine im Völkerrecht verankerte staatliche Aufgabe. In Deutschland kümmert sich hierum der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. und wurde für seine Jugend- und Bildungsarbeit unter anderem 2014 mit dem „Preis des Westfälischen Friedens“ ausgezeichnet“, erklärt Heinrich Frieling. Unweigerlich denke man an das bekannte Zitat des Friedensnobelpreisträgers Albert Schweitzer, der sagte: "Die Soldatengräber sind die großen Prediger des Friedens." Gerade vor dem Hintergrund der im nächsten Jahr bevorstehenden Europawahl könnten die Christdemokraten dies nur als Auftrag ansehen für ein starkes gemeinsames Europa zu werben.

Die Fahrt führte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu sechs verschiedenen deutschen, britischen und amerikanischen Kriegsgräberstätten.

„Besonders beeindruckend war die Deutsche Kriegsgräberstätte in Ysselsteyn in den Niederlanden. Hier sind in etwa 32.000 Soldaten aus beiden Weltkriegen begraben, aber auch Flüchtlinge, Frauen und Kinder.", schildert Jörg Blöming seine Eindrücke. "Auch die Teilnahme an der „Last Post“ im Memorial Menentor, einem militärischen Gedenkzeremoniell für die britischen Gefallenen des ersten Weltkrieges, in Ieper in Belgien war ein sehr prägendes Ereignis. Hier ist es bemerkenswert, dass die Zeremonie seit 1928 jeden Abend durchgeführt wird.", so Blöming weiter.

Den Abschluss der Fahrt bildete der Besuch des interaktiven Museums „In Flanders Field“, welches die Ereignisse des 1. Weltkrieges (1914-1918) zum Gegenstand hat.

Am Ende sind sich die beiden Abgeordneten sicher: „Die Kriegsgräberfürsorge ist eine wichtige Aufgabe der Erinnerung und Mahnung zugleich. Es gilt das Andenken an alle Kriegsopfer zu bewahren und die heranwachsenden Generationen für das Thema sensibilisieren.“

Heinrich Frieling und Jörg Blöming weisen vor diesem Hintergrund noch einmal darauf hin, dass die NRW-Koalition zusätzliche Gelder bereit gestellt hat, mit denen das Land Gedenkstättenfahrten für Schulen ins In- und Ausland mit bis zu 3.000 Euro pro Fahrt unterstützt.