Freude über Zusicherungen der DB zur heimischen Fernverkehrsanbindung

27.06.2018

„Bei den Langfristplanungen der Bahn werden selbstverständlich auch die Bedürfnisse der Menschen in ganz Südwestfalen im Blick behalten“

Die Wirtschaftsregion Südwestfalen soll - insbesondere mit den Fernverkehrshalten Hagen und Hamm - im geplanten neuen Fernverkehrskonzept der Bahn für 2025 auch weiterhin fest verankert bleiben. Diese Zusage machte der Konzernbevollmächtigte der Bahn für das Land Nordrhein-Westfalen, Herr Werner Lübberink, jetzt in einem Schreiben an den aus Erwitte stammenden CDU-Landtagsabgeordneten Jörg Blöming.

Darin heißt es wörtlich: „Ich kann Ihnen versichern, dass wir bei unseren Langfristplanungen selbstverständlich auch die Bedürfnisse der Menschen in Südwestfalen im Blick behalten. Hagen und Hamm sind für uns wichtige Fernverkehrshalte und in unserer langfristigen Fahrplankonzeption mit Direktverbindungen – nicht nur nach Berlin, sondern auch nach Hamburg und Süddeutschland – fest verankert“.

Ursächlich für diese positive Nachricht war ein von dem CDU-Landtagsabgeordneten Jörg Blöming verfasster „Brandbrief“ an Herrn Lübberink. Darin äußerte der aus Erwitte stammende CDU-Landtagsabgeordnete Jörg Blöming vor allem seine Sorgen im Hinblick auf die möglichen negativen Auswirkungen des für 2025 geplanten neuen Fernverkehrskonzeptes der Deutschen Bahn, insbesondere für seinen Wahlkreis mit Anröchte, Erwitte, Geseke, Lippstadt, Rüthen und Warstein.

So hat die Deutsche Bahn AG angekündigt, ICE-Verbindungen in der Region ab 2025 zu verändern. Das Unternehmen möchte einen sogenannten ICE-Sprinter einsetzen, der die Strecke Köln-Berlin in rund vier Stunden schafft. Das wäre zwanzig Minuten schneller als bisher.

Damit hat das Unternehmen Sorgen in einigen Regionen Nordrhein-Westfalens, insbesondere in Ostwestfalen-Lippe und der Wupperschiene ausgelöst, weil eben diese Planungen Auswirkungen auf den Nahverkehr haben könnten und möglicherweise auch Halte im Fernverkehr sich verändern oder wegfallen könnten.

Jörg Blöming erklärt zu dem ihm nun vorliegenden Antwortschreiben von Herrn Lübberink:

„Die von Herrn Lübberink getroffene Zusicherung, die Haltepunkte Hamm und Hagen seien in der langfristigen Fahrplankonzeption mit Direktverbindungen – nicht nur in Berlin, sondern auch nach Hamburg und Süddeutschland- fest verankert, nehme ich ernst. Damit sendet Herr Lübberink ein positives Signal an die Region Südwestfalen“, freut sich Jörg Blöming.

Gleichwohl betont der heimische CDU-Landtagsabgeordnete Jörg Blöming, der auch ordentliches Mitglied im Verkehrsausschuss ist:

„Auch wenn sich sämtliche Ideen und Konzepte der Bahn laut dem Schreiben aktuell im Entwicklungsstatus befinden und sich damit noch keine abschließenden Auswirkungen für den Raum Südwestfalen aufzeigen lassen, bleibe ich dem bislang vorgelegten Konzept der Bahn gegenüber kritisch. Mein vorrangiges Ziel ist und bleibt es, die Situation für die Bürgerinnen und Bürger in meinem Wahlkreis Soest und der Region Südwestfalen insgesamt zu verbessern. Ich werde daher auch weiterhin ein kritisches Auge auf den laufenden Planungsprozess der Deutschen Bahn haben. Sollte es dabei zu Verschlechterungen im Mobilitätsangebot sowohl im Fern- als auch Nahverkehr kommen, behalte ich mir selbstverständlich weitere Schritte vor. Mein Maßstab sind die Interessen der Bahnnutzerinnen und Bahnnutzer im gesamten Kreis Soest“, so Jörg Blöming abschließend.