Gute Nachrichten für die Jägerinnen und Jäger im Kreis Soest

02.10.2018

„Angestrebte Neuerungen im Landesjagdgesetz praxisgerecht, fair und finanziell entlastend“

Mit dem jetzt verabschiedeten Kabinettsentwurf geht die NRW-Koalition aus CDU und FDP den nächsten Schritt zur zügigen und dringend erforderlichen Überarbeitung des Landesjagdgesetzes.

Dazu erklärt der aus Erwitte stammende heimische CDU-Landtagsabgeordnete Jörg Blöming:

„Die Landesregierung hält ein weiteres Versprechen aus dem Koalitionsvertrag und ist im Zeitplan. Wir freuen uns, in Nordrhein-Westfalen ein zukunftsorientiertes Jagdgesetz auf den Weg zu bringen. Private Haushalte werden finanziell entlastet, da die jährlich zu zahlende Jagdabgabe, welche von ca. 90.000 Jagd- und Falknerjagdscheininhabern als Sonderabgabe auf Grundlage des § 57 LJG-NRW zur Förderung des Jagdwesens erhoben wird, deutlich abgesenkt wird.

Besonders freue ich mich, dass das von der Kreisjägerschaft Soest beim „Gut Mentzelsfelde“ in Lippstadt betriebene Schwarzwildgatter und damit die tierschutzgerechte Ausbildung von Jagdgebrauchshunden nun Rechtssicherheit haben. Der Gesetzesentwurf stellt endlich klar, dass die Ausbildung von Jagdhunden im Schwarzwildgatter keine Abrichtung an einem anderen lebenden Tier im Sinne des Tierschutzgesetzes darstellt.

Mit dem aktuellen Entwurf zollen wir den zahlreichen Jägerinnen und Jägern in unserem ländlichen Raum den nötigen Respekt und stellen die Mängel des unter Rot-Grün rein ideologisch geprägten Landesjagdgesetzes endlich ab. Die Weiterentwicklung des Jagdrechts geschieht in dem Bewusstsein, dass unsere Jägerinnen und Jäger eine wichtige Aufgabe, die mit dem Jagdrecht verbundene Pflicht zur Erhaltung eines den landschaftlichen und landeskulturellen Verhältnissen angepassten artenreichen und gesunden Wildbestandes sowie die Pflege und Sicherung seiner Lebensgrundlagen, erfüllen. Nun gilt es, das Gesetz zügig im parlamentarischen Verfahren zu beraten und auf den Weg zu bringen“, so der aus Erwitte stammende CDU-Landtagsabgeordnete Jörg Blöming abschließend.

Hintergrund: 

Im September 2018 hat das Kabinett den aktuellen Entwurf des Landesjagdgesetzes verabschiedet und damit den Weg für das parlamentarische Verfahren freigemacht.

Mit dem Dritten Gesetz zur Änderung des Landesjagdgesetzes und zur Änderung anderer Vorschriften wird das Ziel verfolgt, das Jagdrecht nachhaltig und modern weiterzuentwickeln sowie bürokratieärmer zu gestalten. Mit der Novellierung soll das Jagdrecht in Nordrhein-Westfalen wieder stärker an bundesrechtliche Vorgaben angepasst werden. Praxisferne Einzelbestimmungen sollen aufgehoben undJagdscheininhaberinnen und Jagdscheininhaber finanziell entlastet werden. Beispiele für Änderungen gegenüber dem bestehenden Landesjagdgesetz sind die Wiederausrichtung der Liste jagdbarer Arten an die des Bundesjagdgesetzes, die Anpassung der Jagd- und Schonzeiten unter Beachtung der Wildbiologie und der Jagdpraxis sowie die Erleichterung bei der Prädatorenbejagung und eine Erhöhung der Kirrmenge auf die altbewährte Regelung von einem Liter. Ferner sieht die Landesjagdzeitenverordnung zukünftig eine ganzjährige Schwarzwildbejagung – unter Wahrung des Muttertierschutzes – bis 2023 vor. Die künftig ganzjährig mögliche Schwarzwildbejagung ist vor dem Hintergrund eines deutlich erhöhten Schwarzwildbestandes zu sehen und soll der möglichen Übertragung der Afrikanischen Schweinepest durch den zurzeit hohen Wildschweinbestand entgegenwirken. Vorangegangen sind dem Entwurf die Verbändeanhörung und zwei Dialogveranstaltungen. Aufgrund der Stellungnahmen wurde der Gesetzentwurf nochmals überarbeitet.