Jörg Blöming setzt sich für ländlichen Raum ein

12.06.2018

„Der Kreis Soest und die Region Südwestfalen insgesamt dürfen beim ICE-Fernverkehr nicht benachteiligt werden.“

Auf Initiative von CDU und FDP haben sich verantwortliche Vertreter der DB AG in der letzten Sitzung des Verkehrsausschusses, am Ende Mai 2018, den Fragen der Abgeordneten gestellt:

Es ging um das ICE-Sprinter-Angebot, das in der Planung ist. Die Menschen in Nordrhein-Westfalen befürchten, dass weniger Haltestellen angefahren werden und einige Orte schlechter als bisher oder gar nicht mehr angebunden sein würden. So könnten die Planungen unter anderem dazu führen, dass die heutigen stündlichen ICE-Verbindungen Richtung Berlin bzw. Köln über Wuppertal und Hagen sowie Hamm entfallen.

Auch der heimische CDU-Landtagsabgeordnete Jörg Blöming (Erwitte), der auch ordentliches Mitglied des Verkehrsausschusses ist, sieht die Pläne der Deutschen Bahn gerade mit Blick auf den Kreis Soest und die Region Südwestfalen insgesamt sehr kritisch. Aus diesem Grund hat sich Blöming nun in einem Schreiben an den Konzernbevollmächtigten der DB AG für das Land NRW, Herrn Werner Lübberink, gewandt und um eine detaillierte Prüfung und Bewertung der geplanten Veränderungen sowie Lösungsmöglichkeiten gebeten.

Dazu erklärt der heimische Landtagsabgeordnete Jörg Blöming:

„Auch nach der erfolgten Anhörung im Verkehrsausschuss bleibe ich den vorgelegten Plänen der DB AG gerade mit Blick auf den daraus resultierenden möglichen Konsequenzen für meinen Wahlkreis bzw. die Region Südwestfaleninsgesamt skeptisch gegenüber. Ich kann nicht gutheißen, wenn durch das zusätzliche ICE-Sprinter-Angebot der Kreis Soest bzw. die Wirtschaftsregion Südwestfalen benachteiligt werden. Mein vorrangiges Ziel ist es, die Situation der Bürgerinnen und Bürger in meinem Wahlkreis zu verbessern. Dafür bin ich angetreten und dieses Versprechen werde ich auch halten.

Selbstverständlich muss der Verkehrsträger Schiene gestärkt und weiter ausgebaut werden. Dies darf aber nicht zu Lasten einzelner Regionen sowie des Regional- und Nahverkehrs im Raum Südwestfalen gehen.

Auch vor dem Hintergrund, dass die Region Südwestfalen mit seinen fast 150 Weltmarktführern zur drittstärksten Wirtschaftsregion in Deutschland gehört, ist eine entsprechende Würdigung der Region bzw. der Haltepunkte Hamm und Hagen bei den laufenden Planungen unabdingbar“, betont Blöming abschließend.

 

Hintergrund:

Die Deutsche Bahn AG hat angekündigt ICE-Verbindungen ab 2025 zu verändern. Das Unternehmen möchte einen sogenannten ICE-Sprinter einsetzen, der die Strecke Köln-Berlin in rund vier Stunden schafft. Das wäre zwanzig Minuten schneller als bisher. Damit hat das Unternehmen Sorgen in einigen Regionen Nordrhein-Westfalens, insbesondere in Ostwestfalen-Lippe und der Wupperschiene ausgelöst, weil eben diese Planungen Auswirkungen auf den Nahverkehr haben könnten und möglicherweise auch Halte im Fernverkehr sich verändern oder wegfallen könnten.