Jörg Blöming weist auf neues Förderprogramm des Landes hin

29.07.2019

Ab sofort fördert das NRW-Verkehrsministerium gasbetriebene Busse und erhöht Bundesförderung zur Nachrüstung von Diesel-Bussen

Der Einsatz emissionsarmer und -freier Busse im Öffentlichen Personennahverkehr leistet einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz und zur Luftreinhaltung. Um die Umrüstung der Busflotten voranzutreiben, fördert das Land ab sofort die Anschaffung gasbetriebener Busse sowie die Nachrüstung von Dieselbussen.

Des Weiteren werden die Verkehrsunternehmen beim Kauf von Gasbussen unterstützt. Förderfähig sind die Mehrkosten von neuen gasbetriebenen Bussen gegenüber vergleichbaren Dieselbussen. Das Land übernimmt hiervon 40 Prozent – bis zu 12.000 Euro pro Bus.

Der Bund fördert bereits die Nachrüstung von Dieselbussen mit moderner Filtertechnologie zur Reduzierung von Stickoxidemissionen mit 80 Prozent der Kosten. Diese Förderung kann künftig durch das Land um 15 Prozent auf 95 Prozent aufgestockt werden.

Der heimische CDU-Landtagsabgeordnete Jörg Blöming freut sich über das neue Förderprogramm und hofft auf eine breite Annahme unter den Verkehrsunternehmen. „Wir als NRW-Koalition zeigen mit diesem Vorstoß erneut, dass uns ein zukunftsfähiger Nahverkehr wichtig ist. Dabei unterstützen wir den Wandel hin zu einem modernen und emissionsarmen ÖPNV, statt Fahrverbote auszusprechen. So funktioniert ausgeglichene und klimafreundliche Verkehrspolitik.“ 

Anträge können ab sofort unter Verwendung des Antragsmusters zu § 14 ÖPNVG NRW bei den Bezirksregierungen gestellt werden.

Hintergrund:

Aus Gründen des Gesundheits- und des Klimaschutzes sind ehrgeizige Aktivitäten insbesondere zur Minderung der Emissionen aus dem Straßenverkehr erforderlich. Die Möglichkeiten, die sich durch technischen Fortschritt ergeben, müssen zeitnah aufgegriffen und konsequent umgesetzt werden.

Wie die Erkenntnisse aus der Luftreinhalteplanung zeigen, kann der ÖPNV nicht nur in seiner Funktion als Alternative zum motorisierten Individualverkehr, sondern auch durch die Qualität seiner Flotte deutlich zur Verbesserung der Belastungssituation beitragen. Mit den aktuell geschaffenen Fördermöglichkeiten werden die Aktivitäten zur Verbesserung der Luftqualität in den nordrhein-westfälischen Kommunen weiter verbessert.

Bereits seit Anfang 2017 fördert das Verkehrsministerium die Anschaffung von batterie-elektrisch und wasserstoffbetriebenen Linienbussen des ÖPNV, die dafür notwendige Ladeinfrastruktur sowie die Werkstatteinrichtungen. Die Anschaffung von E-Bussen wird mit 60 Prozent der Kosten, die den Preis eines regulären Dieselbusses übersteigen, gefördert. Die Infrastrukturkosten werden sogar mit 90 Prozent gefördert. Mit dieser Förderung soll den Fahrzeugen zur Marktreife und Serientauglichkeit verholfen werden. Elektromobilität ist nicht nur ein Beitrag zur Luftreinhaltung, auch die Lärmbelästigung der Anwohner durch Dieselmotoren nimmt ab.