Lippstadt kein Problembahnhof

13.12.2018

Jörg Blöming sorgt sich um Sicherheit am Bahnhof

Jörg Blöming MdL, Udo Kaiser, Leiter der DB Sicherheit GmbH Mitte, Thorsten Schmidt, Fachdienstleiter für Sicherheit und Ordnung und Bürgermeister Christof Sommer der Stadt Lippstadt (v.l.)

Lippstadt. „Lippstadt ist kein Problembahnhof“, versicherte Udo Kaiser,  Leiter der DB Sicherheit GmbH Mitte, bei einem Gespräch vor Ort zum Thema „Sicherheit am Bahnhof“, zu dem der Landtagsabgeordnete Jörg Blöming geladen hatte. Gemeinsam mit Kaiser, Bürgermeister Christof Sommer und dem Fachdienstleiter für Sicherheit und Ordnung, Thorsten Schmidt wurde der Status Quo erörtert.

Blöming, der oft die Bahn nach Düsseldorf nimmt und auch Bürgern, von denen er angesprochen wurde, seien in letzter Zeit vermehrt Ansammlungen von Betrunkenen aufgefallen. Alkoholisierte, obdachlose und bettelnde Menschen jedoch seien im Vergleich zu anderen Städten ein hinnehmbarer Zustand, beruhigte Kaiser. Auch Schmidt betonte: Die Situation am Bahnhof „ist eher unauffällig.“

Missstände am Bahnhof seien ein ewiger Kampf gegen Windmühlen und - wie Sommer – betonte, „eine Daueraufgabe“. Mindestens zwei Mal am Tag sei das Ordnungsamt hier, auch würden die Toiletten zwei Mal am Tag gereinigt sowie der Tunnel per Video und das nähere Umfeld überwacht. Obdachlose würden auf die Angebote der Stadt verwiesen.

Die DB Sicherheit führe ein bis drei Mal in der Woche Kontrollen durch. Über die 3S-Zentrale für Sicherheit, Service und Sauberkeit könne man jederzeit einen Missstand oder eine Beschwerde unter Tel.: 0 231-729 10 55 loswerden. Diese Nummer hängt auch auf Plakaten im Bahnhof aus.

Gleichwohl sich mit der Sanierung des Tunnels das Bahnhofsumfeld wesentlich verbessert habe sowie Polizei und Ordnunsgamt verstärkte Präsenz zeigten, so sei das Thema Bahnhof bei der Stadt ein Dauerthema, betonte Sommer. Regelmäßig treffen sich im Rahmen der „Sicherheitspartnerschaft“ Ordnungsamt, Polizei, Bundespolizei und mobile Jugendarbeit, um Probleme zu erörtern und Zuständigkeiten festzulegen.

Udo Kaiser zeigte sich angesichts einer intensiveren Zusammenarbeit interessiert an der Teilnahme. Auch wenn Bahnhofsgäste sich durch pöbelnde oder bettelnde Menschen belästigt fühlen: „Am besten tritt man selbstsicher auf“, so Kaiser.