„Oft eine schwierige Gratwanderung“

26.09.2018

Jörg Blöming blickte im Rahmen der „Woche der Feuerwehr“ hinter die Kulissen der Feuerwehr in Anröchte - Bedürfnisse erörtert

Stellvertretender Wehrleiter Ernst Röper, Kreisbrandmeister Thomas Wienecke, Rafael Schmidt, Feuerwehrleiter der Gesamtwehr und der heimische CDU-Landtagsabgeordnete Jörg Blöming vor Ort in Anröchte

Die Mini-Warnwesten mit der Leuchtaufschrift Kinderfeuerwehr haben es ihm besonders angetan. „Toll, dass ihr euch so um den Nachwuchs kümmert und die Kinder so mitmachen“, freute sich der heimische CDU-Landtagsabgeordnete Jörg Blöming aus Erwitte bei seinem Besuch der Feuerwehr in Anröchte, bei der er im Rahmen der „Woche der Feuerwehr der CDU-Landtagsfraktion“ einen Blick hinter die Kulissen warf. Neben der technischen Ausstattung und den Räumlichkeiten lernte er auch die Arbeitsabläufe kennen, mit denen die Feuerwehrmänner und Frauen im Einsatz für Mensch und Leben täglich konfrontiert sind.

Beim Rundgang mit Rafael Schmidt, dem Feuerwehrleiter der Gesamtwehr, seinem Stellvertreter Ernst Röper und Kreisbrandmeister Thomas Wienecke zeigte sich, dass die Anröchter Wehr zwar ganz gut aufgestellt ist, doch seien zur Einhaltung des Arbeitsschutzes Um- und Erweiterungsbauten an den Feuerwehrgerätehäusern notwendig. Auch Neubauten von Gerätehäusern seien zur Einhaltung der Vorschriften teilweise unumgänglich und werden derzeit politisch diskutiert. „Probleme bereiten insbesondere die Trennung des so genannten Schwarzweiß-Bereichs für verschmutzte, kontaminierte und saubere Einsatzkleidung“, so Schmidt.

Ein Einsatzschwerpunkt der mit zwei Löschzügen ausgestatteten Wehr sei die Autobahn. Hier betonten die Feuerwehrmännerdie gute Kooperation mit den Nachbarwehren. Mit dem im vergangenen Jahr digital ausgestatteten Einsatzleitwagen sowie Tanklösch- und Rüstwagen sei man gut ausgerüstet. Der Einsatzwagen für den Katastrophenschutz des Bundes geht nächstes Jahr nach Berge, wo er bundesweit auf Abruf bereit steht.

Folgende Wünsche nahm Blöming für sich mit nach Düsseldorf:

Die gesetzliche Änderung der Zuständigkeiten bei kleineren Einsätzen (etwa Beseitigen von Ölspuren) sowie die Ausweitung des Bereitschaftsdienstes neben den Kommunen, auch auf Straßen NRW, eine mobile Ausrüstung etwa für die Bekämpfung von Waldbränden, die Förderung bei erschwerten Sonderaufgaben sowie mehr Unterstützung der Unternehmen bei der Bereitstellung der Feuerwehrleute.

In dem Zusammenhang wünsche man sich, den landesweit auf bislang zehn Unternehmen beschränkten Ehrenamtspreis breiter aufzustellen.

„Die Bereitstellung der Feuerwehrleute ist oft eine schwierige Gratwanderung und bedeutet gerade für kleinere Unternehmen ein großer Aufwand“, weiß Wienecke. Die CDU habe für die Ausstattung der Kinderfeuerwehren Geld im Haushalt bereitgestellt, informierte Jörg Blöming. Außerdem schlug er vor, sich für den von ihm ins Leben gerufenen Heimatscheck (2.000 Euro) zu bewerben und versicherte, dass er weiterhin ein verlässlicher Ansprechpartner für die Wehren sein werde. Noch steht im Laufe der Legislaturperiode sein Besuch bei den Feuerwehren in Lippstadt, Erwitte, Geseke, Rüthen und Warstein an.