„Sie leben das, was wir mit Heimat beabsichtigen“

06.02.2019

Förderverein Z.I.E.G.E erhält vom Land 520.000 Euro für Dorfbegegnungszentrum in Geseke-Ehringhausen.

Große Freude über den Förderbescheid über 520.000 Euro herrschte bei (v.l.) CDU-Landtagsabgeordneter Jörg Blöming, Gesekes Bürgermeister Dr. Remco van der Velden, Markus Lehmenkühler, 1. Vorsitzender des Trägervereins Dorf-Z.I.E.G.E, Ina Scharrenbach, NRW-Ministerin für Heimat und Kommunales, Bundestagsabgeordneter Hans-Jürgen Thies und Ortsvorsteherin Susanne Schulte- Döinghaus. 

Dass sie knapp ein Jahr später mit einem noch viel größeren Geschenk kommen würde, damit hatten die Ehringhäuser noch bis vor ein paar Wochen so nicht gerechnet. 250.000 Euro gab es schon im vergangenen Jahr für das Innovationslabor aus dem LEADER-Fördertopf. Am Mittwoch nun hatte Ina Scharrenbach, NRW-Ministerin für Heimat und Kommunales, weitere 520.000 Euro aus dem Fördertopf „Heimat-Zeugnis“ für das Dorfbegegnungszentrum im Gepäck. Diesen Förderbescheid überreichte sie im Beisein von Bürgern und Politikern an Markus Lehmenkühler, den 1. Vorsitzenden des Trägervereins Dorf-Z.I.E.G.E.

Eine solche Doppelfinanzierung und in diesem Fall „gewaltige Förderung“ komme sehr selten zum Tragen, verdeutlichte CDU-Landtagsabgeordneter Jörg Blöming, der dieses Projekt – nun mit erfolgreichem Abschluss - begleitet hat. Mit dieser weiteren Finanzspritze kann der Abriss des ehemaligen Bauhof-Gebäudes und dem Neubau des Dorfbegegnungszentrums erfolgen. Die Anteilsfinanzierung des jetzigen Bescheides beläuft sich auf insgesamt 578.000 Euro, so dass 58.000 vom Verein selbst zu stemmen sind. Zusammengerechnet müsse bei einer Bausumme von über einer Million Euro jedoch noch ordentlich in die Hände gespuckt werden, sprich: Eigenleistung erbracht werden, so Lehmenkühler. Innovationslabor und Dorfbegegnungszentrum sollen auf rund 80 Quadratmetern entstehen und mit einem Dach verbunden werden, „Glasfaseranschluss inklusive“. Hier können sich sowohl Start-Ups einrichten, als auch die Schützen feiern. Der Rohbau sei noch für dieses Jahr geplant.

„Es ist ein sehr schöner Tag heute“, freute sich Bürgermeister Dr. Remco van der Velden über das seit 2001 gärende Projekt, das im flachen Land nun mit der Einführung des Heimatfonds bei der Ministerin Beachtung gefunden habe. „Sie leben das, was wir mit Heimat beabsichtigen“, entgegnete diese. „Heimat zu haben heißt, sie zu gestalten. So etwas muss man positiv begleiten“, lobte und wertschätzte die Ministerin das Engagement „aus eigenem Antrieb“. Orstvorsteherin Susanne Schulte-Döinghaus verwies mit dem zusätzlich gewährten Heimatscheck, mit dem eine Dorf-App und ein Bücherschrank installiert werden sollen, auf eine optimale Unterstützung des Landes.