„Auch die ehrenamtlichen DLRG-Helfer sind Corona-Helden des Alltags“

15.05.2020

Bei einem Logistikeinsatz vor Ort von dem Einsatz der DLRG in der Corona-Pandemie überzeugt

Ein dickes Dankeschön, das hat sich auch das ehrenamtliche Helferteam der DLRG im Kreis Soest verdient. Am Montag stieß der heimische CDU-Landtagsabgeordnete Jörg Blöming zu dem kreisweiten turnusgemäßen Logistik-Einsatz am DLRG-Heim in Erwitte spontan dazu - nicht nur, um Danke zu sagen für die vielen zusätzlichen Stunden, die die Einsatzkräfte in diesen Tagen leisten, sondern auch, um sich vor Ort ein Bild zu machen. Viel war los an der DLRG Unterkunft in Erwitte, dennoch verlief alles sehr geordnet, strukturiert und unter Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen ab. Große Kartons mit Bausätzen für insgesamt 6.000 Nasen-, Mundschütze und Gesichtsvisiere wurden von den Helfern der Ortsgruppen aus Erwitte, Lippstadt, Rüthen und Soest in die DLRG-Transporter verladen. Diese Bausätze werden an Helferinnen und Helfer vor Ort verteilt, die die vom Land georderten Bausätze einer ostwestfälischen Automobilfirma zusammenbauen. Gleichzeitig wurden fertig montierte Masken wieder in eine entsprechende Lagerstätte zurückgeführt und neue Persönliche-Schutzausrüstung für die Helfer im Katastrophenschutz bereitgestellt. In den Wochen vorher waren es auch schon gut 8.000 Stück Maskenbausätze, so dass das Team auf gut 14.000 Stück kommt, die letztendlich an Seniorenheime, Krankenhäuser und weitere Einrichtungen verteilt werden. Auch DRK und MHD beteiligen sich am Zusammenbau der Masken. Die Verteilung und Abholung der Schutzausrüstungen, wozu auch Desinfektionsmittel gehört, erfordere ein logistisches Netzwerk sowie Absprachen mit dem Kreis, den anderen Hilfsorganisationen, dem THW und der Feuerwehr.

Insgesamt waren im Rahmen der Corona-Pandemie im Kreis Soest bisher 48 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer der DLRG rund 1.100 Stunden im ehrenamtlichen Einsatz und dies in bester Zusammenarbeit mit weiteren Hilfsorganisationen, den Feuerwehren, dem THW, dem Kreis und den Kommunen. Neben der Montage von Mund-Nasen-Schutz wurden eine Vielzahl von Transport- und Logistikaufgaben übernommen. Weiterhin war ein Fachberater für die Operative-Krisenstabs-Unterstützung im Einsatz.

„Auch nach acht Wochen gibt es keine Entwarnung“, betont der Leiter Einsatzdienste der DLRG Kreis Soest, Hendrik Henneböhl. „Die Pandemie ist keinesfalls vorbei, wir müssen die geltenden Schutzmaßnahmen weiterhin aufrechterhalten, wir haben alle hart für das Erreichte gearbeitet, dies dürfen wir nicht leichtfertig verspielen“, betont er auch als Mitglied der Operative-Krisenstabs-Unterstützung des Kreises Soest. Die Bezirkskoordinationsstelle der DLRG habe ihre Arbeit innerhalb des Katastrophenschutzes voll hochgefahren. Hier galt es zahlreiche Koordinierungs- und Abstimmungsaufgaben zu erledigen sowie Einsatzvorplanungen durchzuführen. Die ständige personelle und materielle Aufrechterhaltung der DLRG-Katastrophenschutzeinheiten galt es sicherzustellen. „Neben dem Einsatz unserer Kräfte draußen, ist der Aufwand am Schreibtisch schon größer als bei anderen Lagen gewesen“, berichtet Henneböhl. Das komplette Team freute sich stellvertretend für alle eingesetzten Helferinnen und Helfer über das Dankeschön und die Wertschätzung als „Corona-Helden des Alltags“.

MdL Jörg Blöming hatte am Anfang der Pandemie auch schon den DRK Ortsverein Erwitte-Anröchte besucht und sich auch vor Ort informiert.