CDU-Erwitte setzt sich für heimische Landwirtschaft ein

27.08.2020

Staatssekretär Dr. Heinrich Bottermann stellte sich den drängenden Fragen der Landwirte

Auf dem Hof des Landwirtes und CDU-Kreistagsabgeordneten Hubertus Rickert-Schulte (5.v.l.) begrüßten u.a. die CDU-Mitglieder des CDU-Stadtverbandes sowie die Landtagsabgeordneten Jörg Blöming (6.v.l.) und Heiner Frieling (CDU-Kreisvorsitzender, 7.v.l.), Bürgermeisterkandidat Hendrik Henneböhl (l.) und Bundestagsabgeordneter Hans-Jürgen Thies (9.v.l.) den NRW-Staatssekretär Dr. Heinrich Bottermann (3.v.l.) zum Abend der Landwirtschaft.

Ans Eingemachte ging es beim Abend der Landwirtschaft des CDU-Stadtverbandes Erwitte auf dem Hof des CDU-Kreistagsabgeordneten Hubertus Rickert-Schulte, zu dem Staatssekretär Dr. Heinrich Bottermann auf Einladung des CDU-Landtagsabgeordneten Jörg Blöming und des CDU-Stadtverbands Erwitte sich den Fragen der Landwirte stellte. Der Wust an Regelwerken von Land, Bund und EU macht den Landwirten zu schaffen. Fokus lag auf den drei derzeit intensiv diskutierten Themen wie die Bundesdüngeverordnung, mit der der Nitratgehalt im Grundwasser auf unter 50 Milligramm reduziert werden soll, die Verordnungen zur Nutztierhaltung mit dem Ziel des Tierwohls sowie der Natur- und Insektenschutz zur Förderung der für den Biokreislauf wichtigen Insekten. Bottermann  skizzierte zunächst die Bemühungen des Ministeriums für Umwelt, Natur- und Verbraucherschutz. Weil noch viele Grundwasserkörper nach Testung rot gefärbt sind, seien die Messstellen für Nitratwerte um 1700 erhöht worden. Auch habe man die Datenerhebung um die tatsächliche Bewirtschaftung erweitert, „um verlässliche Daten zu bekommen“, so Bottermann. Durch die Binnendifferenzierung der Flächen erhoffe man sich eine bessere Handlungsfähigkeit, um belastete Flächen wieder bewirtschaften zu können. Ähnlich beim Insektenschutz: Zum Erhalt der Biodiversität müsse ein Monitoring erfolgen, das die individuelle Belastung aufzeige.

Die Fragen kamen üppig und Bottermann ging gerne bereitwillig darauf ein. „Wie mache ich meinem Azubi Mut, bei all den schwierigen Forderungen zwischen Tierschutzorganisationen und Gesetzgebung, den Hof zu übernehmen“, fragte ein Landwirt aus Warstein und brachte damit die Sorge nicht nur der Nachfolge auf den Punkt, schließlich geht es um den Erhalt eines des vielleicht sogar wichtigsten Berufsstandes, „der uns letztendlich täglich mit hoch qualitativen Lebensmitteln versorgt, die zum Wohle aller und unserer Gesundheit beitragen“, so Stadtverbandsvorsitzender Prof. Dr. Christian Hampel abschließend über die Veranstaltung, die trotz oder gerade wegen der kontrovers geführten Diskussion „sehr fruchtbar“ war und der Intention, einen Dialog zwischen Landwirtschaft und Politik herzustellen, gerecht wurde, so MdL Jörg Blöming.