Drei Strecken im Kreis Soest dabei

05.02.2020

Westfälische CDU-MdLs begrüßen Elektrifizierungsüberlegungen für Bahnstrecken

Die drei westfälischen CDU-Landtagsabgeordneten des Verkehrsausschusses des Landtags NRW: Jörg Blöming (Kreis Soest), Matthias Goeken (Kreis Hoexter) und Henning Rehbaum (Kreis Warendorf) (v.l.)

Die Sanierung und der Ausbau des Schienennetzes ist eine wichtige Säule der Verkehrspolitik der NRW-Koalition.

Der RRX-Hochlauf, Reaktivierungen für den Personenverkehr, Sanierung von nicht-DB-Güterstrecken, Stadtbahnsanierungen, Engpassbeseitigung im DB-Schienennetz: NRW-Verkehrsminister Wüst (CDU) investiert in Rekordhöhe für mehr Güter auf der Schiene und den Umstieg vom PKW in die Bahn.

Wichtiger Baustein der neuen NRW-Bahnpolitik ist die Elektrifizierung von Bahnstrecken. Elektrifizierte Bahnstrecken sind lokal emissionsfrei und im täglichen Betrieb günstiger als im Dieselbetrieb.

Im heutigen Verkehrsausschuss des Landtags legte Minister Wüst (CDU) eine Liste mit insgesamt 152 Streckenabschnitten und einem geschätzten Investitionsvolumen von 2,6 Mrd. Euro in ganz NRW vor, die für eine Elektrifizierung mit Oberleitung, aber auch mit alternativen Antriebstechnologien wie Wasserstoff oder Akku in Frage kommen und näher untersucht werden sollen. Rund die Hälfte der zu untersuchenden Streckenabschnitte liegen im Bedienungsgebiet des Schienenzweckverbands Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL).

Als westfälische Mitglieder des Verkehrsausschusses begrüßten Matthias Goeken aus Bad Driburg (Kreis Höxter) und Vorsteher des Nahverkehrsverbunds Paderborn-Höxter, Jörg Blöming aus Erwitte (Kreis Soest) und Henning Rehbaum aus Albersloh (Kreis Warendorf) die Liste des Ministers.

„Jede Elektrifizierung ist ein Gewinn. Elektrifizierte Züge sind schneller, umweltfreundlicher und leiser“, sind sich die Westfalen einig. Matthias Goeken stellt fest: „Die Liste zeigt, dass gerade in Westfalen-Lippe ein großer Nachholbedarf für die Elektrifizierung von Bahnstrecken besteht.

Henning Rehbaum: „Gerade bei den Reaktivierungsstrecken sollten wir gar nicht erst mit Dieselloks anfangen, sondern direkt auf Oberleitungen oder alternative Antriebe wie Wasserstoff oder Akku setzen.“

Jörg Blöming: „Elektrifizierte Züge beschleunigen schneller. Das ist gut für die Pünktlichkeit und die Anschlusssicherung an den Fernverkehr.“

In der Liste des Verkehrsministeriums „Elektrifizierungsvorhaben im Schienenpersonennahverkehrsnetz in NRW“ sind drei Strecken im Kreis Soest aufgeführt: Die Strecke von Geseke bis Zementwerk Milke, die Strecke von Lippstadt bis Warstein und die Strecke von Rüthen nach Belecke.

Die nun veröffentlichte Liste ist ein erster Schritt, sie enthält aber noch keine Priorisierung oder Zeitpläne.

Bis zu einer möglichen Realisierung ist es noch ein weiter Weg. Nun, so der Minister in der Ausschusssitzung, müssten mit den beteiligten Organisationen objektive Bewertungsparameter entwickelt werden, um eine sinnvolle Reihenfolge bei den Elektrifizierungsprojekten festlegen zu können.